30.08.2012 18:47

Die Auswirkungen der AP 17 auf einen typischen Bauernbetrieb

Die Behandlung der Agrarpolitik 14-17 ist im vollen Gange. Der Bauernverband zeigt anhand eines typischen Schweizerischen Bauernbetriebes in der Gemeinde Mühleberg BE die Auswirkungen der AP 14-17 auf die hiesigen Landwirte.

An einem schönen Fleck liegt der Bauernhof von Hansjürg Stalder. In Buch bei Mühleberg BE geniesst der Besucher eine fantastische Sicht auf die Dreiseenregion und das Alpenpanorama. Doch für Hansjürg Stalder ist nicht der Moment, die Aussicht zu geniessen. „Ist es nicht die Hauptaufgabe von uns Bauern, die einheimische Bevölkerung mit gesunden, umwelt- und tierfreundlich produzierten Lebensmitteln zu versorgen?“, fragt er sich besorgt.

Stalder verliert an Direktzahlungen

Stalders bewirtschaften 20 Hektaren Land, halten 20 Milchkühe (Red Holstein) und 48 Mastschweine. Stalders betreiben etwas Ackerbau, hauptsächlich Getreide und Kartoffeln. Momentan erhält er 40'000 Franken Direktzahlungen, mit der Vorlage des Bundesrates zur AP 17 würde dieser Betrag auf 36'000 Franken sinken. Davon sind aber über 10'000 Franken Übergangsbeiträge. Um die 36'000 Franken halten zu können, müsste er zusätzliche Leistungen in der Ökologie und im Tierschutz erbringen. Und dies auf Kosten der Produktion von Lebensmitteln.

Auftrag, Bevölkerung zu versorgen

Der Co-Vizepräsident des Bauernverbandes, Josef Dissler, betonte in Buch, dass die Landwirtschaft gemäss der Verfassung den Auftrag hat, die Bevölkerung mit umwelt- und tierfreundlichen Nahrungsmittel zu versorgen. Diesen zu erfüllen, benötige in Zukunft Anstrengungen. Denn der Nettoselbstversorgungsgrad sei in den vergangenen drei Jahren um vier Prozent auf 54 Prozent gesunken.

Auch SBV-Direktor Jacques Bourgeois sieht Verbesserungsbedarf bei den Beratungen zur AP 14-17: „Unsere Hauptforderungen sind eine abgestufte Berücksichtigung des Tierbesatzes pro Fläche, die Förderung einer vielfältigen Landschaft im Rahmen der Kulturlandschaftsbeiträge und den Verzicht auf die Landschaftsqualitätsbeiträge. Ebenso die Erhöhung des Rahmenkredits im Bereich der Strukturmassnahmen.“

Landwirt oder Landschaftsgärtner

Nicht nachvollziehen kann der Bauernverband, dass für den Erhalt von Direktzahlungen keinerlei Anforderungen an die Ausbildung gestellt werden. Weiter seien Massnahmen zu ergreifen, um den Milchmarkt zu stabilisieren. Zudem müssten Anpassungen am Fleischimportsystem vorgenommen werden.

Nun liegt der Ball beim Parlament: Will es Landschaftsgärtner oder Lebensmittelproduzenten? Für Bauer Stalder und den Bauernverband ist die Antwort eindeutig. Die Schweiz benötigt genügend einwandfreies Essen.

Sind Bauern künftig Landschaftsgärtner?

News

31.12.2018 11:13

Wichtige Termine für Landwirte und Landwirtinnen im 2019

Auch im 2019 stehen bei uns wichtige Termine an. So erinnere ich euch gerne an die folgenden Daten, an welchen die Datenerhebungen über https:/agriportal.ai.ch erfolgen sollten:

Do, 24. Jan. bis Mo, 18. Feb.: "Strukturdatenerhebung"

Fr, 15. März bis Sa, 31. Aug.: "Schleppschlauch"

Mo, 5. Aug. bis Do, 29. Aug.: "Anmeldung Ökoprogramme"

 

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07.06.2018 19:31

SR gegen Milchmengensteuerung

Vor fast zehn Jahren ist die Milchkontingentierung abgeschafft worden. Nach einstimmiger Auffassung des Ständerates sollen trotz Überproduktion und starkem Preisdruck keine neuen Regulierungen von Mengen und Preisen eingeführt werden.

Die kleine Kammer befasste sich am Mittwoch mit drei Vorstössen zum Milchmarkt. Es waren Standesinitiativen der Kantone Genf und Freiburg sowie eine Motion des Waadtländer Nationalrats Jacques Nicolet (SVP). Auf Empfehlung seiner Wirtschaftskommission (WAK) lehnte der Rat alle stillschweigend und oppositionslos ab.

 

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14.05.2018 17:34

Mehr Preistransparenz ist nötig

Vom Konsumentenfranken gelangt immer weniger zu den Bauernfamilien. Das hat auch mit der mangelnden Transparenz zu tun. Alt Nationalrat Josef Kunz fordert nun, dass der Produzentenpreis auf die Etikette kommt.

Verarbeiter und Händler schöpfen immer mehr vom Konsumentenfranken ab. Bei verarbeiteten Produkten kann es sein, dass gar nur wenige Prozente des Endverkaufspreises zum Bauern gelangen. So kosten 1,5 Liter Apfelschorle von Ramseier im Coop Fr. 2.60. Davon gehen lediglich 33,4 Rappen zum Obstproduzenten.

Beim 230-Milliliter-Becher vom Emmi-Milchmischgetränk Caffè Latte zum Verkaufspreis von Fr. 1.95 sind es nur 4,2 Rappen, die zum Milchproduzenten gelangen. Diese Zahlen errechnete und publizierte diese Zeitung bereits im Juli 2016.  

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