02.02.2012 09:56

Bundesrat verabschiedet Botschaft zur AP 14-17

Mit einer Woche Verspätung hat der Bundesrat die Botschaft zur Agrarpolitik verabschiedet. Mit der AP 14-17 soll die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden. Zudem sollen die gemeinwirtschaftlichen Leistungen gezielter gefördert werden. Der finanzielle Rahmen von 2014 bis 2017 wurde mit 13.67 Mrd. Franken veranschlagt.

Kernelement sei das weiterentwickelte Direktzahlungssytem (WDZ), schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Mittwochmittag in einem Communiqué.

Die sich abzeichnende Wirtschaftsabschwächung, der starke Franken und die zunehmende Öffnung der Märkte seien für die Landwirtschaft eine Herausorderung. Dazu würden zunehmend klimatische Effekte und sich verknappende natürlichen Ressourcen die Landwirtschaft beeinflussen.

Auf offene Märkte vorbereiten

Mit der AP 14-17 soll eine sichere, wettbewerbsfähige und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion und -versorgung ermöglicht werden. Die Qualitätsstrategie soll weiter gefestigt und ausgebaut werden. Mittels Investitionshilfen sollen die Produktionskosten gesenkt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit bei weiteren Liberalisierungsschritten zu erhöhen.

Das WDZ-System ist gemäss BLW auf die Bundesverfassung ausgerichtet. Die tierbezogenen Beiträge werden grösstenteils auf Versorgungssicherheitsbeiträge umgelagert. Diese werden flächenbezogen ausgerichtet, „wobei auf dem Grünland die Haltung raufutterverzehrender Nutztiere vorausgesetzt wird (Mindesttierbesatz)“, heisst es weiter. Der allgemeine Flächenbeitrag wird aufgehoben, da er den Strukturwandel beeinträchtige. Die freiwerdenden Beiträge werden für „zielorientierte Direktzahlungsinstrumente“ und die Übergangsbeiträge verwendet. Die Übergangsbeiträge werden im Verlauf der Zeit um das Mass gekürzt, in welchen „zielorientierte Direktzahlungsinstrumente“ steigen.

Finanzielle Mittel bleiben gleich

Die Mittel für die AP 14-17 bleiben auf dem bisherigen Niveau von 13,67 Mrd. Franken und werden in drei Zahlungsrahmen aufgeteilt:

  • Grundlagenverbesserung und Sozialmassnahmen: 638 Millionen Franken
  • Produktion und Absatz: 1,776 Milliarden Franken
  • Direktzahlungen: 11,256 Milliarden Franken

Gemäss Modellrechnungen des BLW werde die Nahrungsmittelproduktion sowie die ökologischen Leistungen zunehmen. Mit den neuen Instrumenten sollen die Einkommen des gesamten Sektors um hundert Millionen steigen. Da sich die Arbeitsproduktivität erhöhen werde, würden die einzelbetrieblichen Einkommen „voraussichtlich steigen“.

Die vorgeschlagenen Gesetzesänderungen sollen gleichzeitig mit den Zahlungsrahmen 2014-2017 auf den 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt werden.

Agrarpolitik 2014-2017

News

31.12.2018 11:13

Wichtige Termine für Landwirte und Landwirtinnen im 2019

Auch im 2019 stehen bei uns wichtige Termine an. So erinnere ich euch gerne an die folgenden Daten, an welchen die Datenerhebungen über https:/agriportal.ai.ch erfolgen sollten:

Do, 24. Jan. bis Mo, 18. Feb.: "Strukturdatenerhebung"

Fr, 15. März bis Sa, 31. Aug.: "Schleppschlauch"

Mo, 5. Aug. bis Do, 29. Aug.: "Anmeldung Ökoprogramme"

 

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07.06.2018 19:31

SR gegen Milchmengensteuerung

Vor fast zehn Jahren ist die Milchkontingentierung abgeschafft worden. Nach einstimmiger Auffassung des Ständerates sollen trotz Überproduktion und starkem Preisdruck keine neuen Regulierungen von Mengen und Preisen eingeführt werden.

Die kleine Kammer befasste sich am Mittwoch mit drei Vorstössen zum Milchmarkt. Es waren Standesinitiativen der Kantone Genf und Freiburg sowie eine Motion des Waadtländer Nationalrats Jacques Nicolet (SVP). Auf Empfehlung seiner Wirtschaftskommission (WAK) lehnte der Rat alle stillschweigend und oppositionslos ab.

 

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14.05.2018 17:34

Mehr Preistransparenz ist nötig

Vom Konsumentenfranken gelangt immer weniger zu den Bauernfamilien. Das hat auch mit der mangelnden Transparenz zu tun. Alt Nationalrat Josef Kunz fordert nun, dass der Produzentenpreis auf die Etikette kommt.

Verarbeiter und Händler schöpfen immer mehr vom Konsumentenfranken ab. Bei verarbeiteten Produkten kann es sein, dass gar nur wenige Prozente des Endverkaufspreises zum Bauern gelangen. So kosten 1,5 Liter Apfelschorle von Ramseier im Coop Fr. 2.60. Davon gehen lediglich 33,4 Rappen zum Obstproduzenten.

Beim 230-Milliliter-Becher vom Emmi-Milchmischgetränk Caffè Latte zum Verkaufspreis von Fr. 1.95 sind es nur 4,2 Rappen, die zum Milchproduzenten gelangen. Diese Zahlen errechnete und publizierte diese Zeitung bereits im Juli 2016.  

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