131.Hauptversammlung des Bauernverbandes Appenzell 2019

Grüne Elektrozaun-Torgriffe für Appenzell

Die Hauptversammlung des Bauernverbandes Appenzell verlief ruhig und sachlich. Für den demissionierenden Sepp Fässler nimmt neu Daniel Wyss aus Schwende Einsitz im Vorstand. Guido Buob vom Tourismus Appenzell schenkte den Bauern tausend grüne Elektrozaun-Torgriffe.

Die Traktandenliste liess einen ruhigen Verlauf der Versammlung erwarten. Und so war es auch tatsächlich. Im Restaurant Alpstein in Appenzell versammelten sich am Freitagabend Bauern, Jungbauer mit einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss sowie Gäste aus Politik und Verbänden. In seinem Jahresbericht ging Präsident Sepp Koch auf die verschiedenen Aufgaben des Bauernverbandes ein. Neben den Verbandsaufgaben nehmen Vorstandsmitglieder in der Bildungskommission des Lehrstellenverbundes oder des Olma-Beirates Einsitz, vertreten den Kanton in Bern bei der Konferenz der Bauernverbände im Berggebiet. Für verschiedene Gremien wie Schule, Kirche, Bezirk und Grossrat sind Räte zu suchen. «Dieses Jahr sollten 35 Vakanzen in unserem Kanton neu besetzt werden. Wir sind auf der Suche nach bäuerlichen Vertreterinnen und Vertreter», so der Präsident. «Es ist schön, wenn es Leute gibt, die sich für unseren Bauernstand einsetzen.»

 

Erfolgreicher Berufsnachwuchs

«Das Jahr 2018 war geprägt von den drei Stürmen im Januar und dem Sturm Vaia am 30. Oktober, dem sehr warmen und trockenen Frühling, Sommer und Herbst», sagte Sepp Koch im Jahresbericht. Der Schlachtviehmarkt lief bis August sehr gut. Wegen dem Futtermangel gab es im Herbst mehr Schlachtkühe, was auf den Preis drückte. Beim Schweinefleisch ist seit Jahresende eine Erholung des Preises spürbar. «Das sind Auswirkungen der kleineren Produktion ausgelöst durch das Vollspaltenverbot ab September.» Wenig Freude bereitet der Bericht von Avenir-Suisse zur künftigen Landwirtschaft in der Schweiz. Der Jahresbericht sowie die Jahresrechnung mit einem Gewinn von gut 25‘000 Franken wurden diskussionslos genehmigt. Der Verwaltungsratspräsident der Landi Appenzell, Walter Wetter, zeigte sich dankbar über den gelungenen Neubau: «Unser junges Ladenteam hat sich gut eingelebt, das Angebot ist vielfältig.» Noch präsentiert die Jahresrechnung einen Verlust. Doch Walter Wetter ist zuversichtlich, dass die hiesige Landi in etwa fünf Jahren schwarze Zahlen schreibt. Nach neunjähriger Vorstandstätigkeit reichte Beisitzer Sepp Fässler aus Schwende seinen Rücktritt ein. Seine konstruktive Arbeit wurde verdankt. Neu gewählt wurde in Abwesenheit Daniel Wyss ebenfalls von Schwende. Weiter amten im Vorstand: Präsident Sepp Koch, Vicepräsident Walter Mock sowie die Besitzer Pius Neff, Bruno Bischofberger, Bruno Schürpf und Thomas Speck. Der Jahresbeitrag von 50 Franken soll künftig rationeller direkt über das Land- und Forstwirtschaftsdepartement (LFD) eingezogen werden. Sepp Koch erklärte: «Das bedingt, dass jeder Landwirt einen Vertrag mit dem LFD unterschreibt und dieses ermächtigt, den Beitrag einzuziehen.» Die Versammlungsteilnehmer stimmten dieser Neuerung deutlich zu. Auf der Homepage des Bauernverbandes wird ein Tool zur Maschinenvermietung aufgeschaltet. Speziell geehrt wurde der Berufsnachwuchs, welcher erfolgreich eine landwirtschaftliche Lehre oder den Lehrgang als Betriebsleiter Landwirt mit EFA abschloss.

 

Gutes Image

Landeshauptmann Stefan Müller machten einen Blick über die Kantonsgrenze: «Es läuft viel. Es sind verschiedene Themen, die uns beschäftigen.» Das Interesse und Mitspracherecht der Öffentlichkeit an landwirtschaftlichen Themen nehme zu. Die Bevölkerung wolle top Leistungen, zu einem möglichst tiefen Preise. Die Landwirtschaftsbranche sei gefordert, sich in die Denkweise der nicht-landwirtschaftlichen Bevölkerung einzufühlen. «Wir müssen unsere Produkte besser anpreisen und kommunizieren, positive Bilder zeigen», so Stefan Müller. Seit sechs Jahren ist Markus Ritter Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes: «Ich habe noch nie eine Zeit mit so vielen politischen Themen erlebt.» Er kam auf die Familienbetriebe, Bundesrat Guy Parmelin oder die Luftreineverordnung zu sprechen. Auch für Ritter ist das positive Image ein wichtiger Grundstein. Nicht immer positiv ist hingegen das Verhältnis zwischen Bauern und Wanderer. «Bei uns reklamieren Wanderer wegen den schlechten Torgriffen. Bauern beklagen sich, dass Zäune offen bleiben», erklärte Guido Buob vom Appenzellerland Tourismus. «Deshalb schenken wir euch Bauern tausend Torgriffe, exklusiv für Appenzell.» Jeder Bauer könne bis fünf Torgriffe beziehen und diese wenn möglich an Wanderwegen montieren. Neben der wiederkehrenden Werbung für Appenzell spielt bei Guido Buob auch der Hintergedanke mit: «E guets get wiede e guets.» Im Anschluss an die Hauptversammlung hielt Thomas Frey, Geschäftsführer der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) ein Kurzreferat.

Claudia Manser

News

17.06.2019 10:39

01.07.2019 Schlachtviehmarkt

Zeit: Marktbeginn 08.30 Uhr,
die Tiere können 15 Minuten vor Marktbeginn gewogen werden.
Keine Doppelmärkte - Alternierender Markt alle 2 Wochen Herisau / Appenzell
Der Kantonsbeitrag wird entrichtet,
egal ob ein Tier in Herisau oder Appenzell aufgeführt wird.

NEU: Tiere direkt im Internet anmelden

http://viehanmeldung.ch

Anmeldung bitte bis Montag der Vorwoche beim Sekretariat des Land- und Forstwirtschaftsdepartements Tel. +41 (0)71 788 95 71

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21.01.2019 17:59

Wichtige Termine für Landwirte und Landwirtinnen im 2019

Auch im 2019 stehen bei uns wichtige Termine an. So erinnere ich euch gerne an die folgenden Daten, an welchen die Datenerhebungen über https:/agriportal.ai.ch erfolgen sollten:

Do, 24. Jan. bis Mo, 18. Feb.: "Strukturdatenerhebung"

Fr, 15. März bis Sa, 31. Aug.: "Schleppschlauch"

Mo, 5. Aug. bis Do, 29. Aug.: "Anmeldung Ökoprogramme"

 

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