10.10.2017 20:02

Milchprodukte im Laden teurer

Migros und Coop erhöhen die Preise diverser Milchprodukte. Grund dafür ist der um 3 Rappen höhere Richtpreis der Branchenorganisation Milch.

Die Branchenorganisation Milch (BOM) hat den Richtpreis auf Oktober 2017 um 3 Rappen auf 68 Rappen pro kg (A-Milch) erhöht. Die Detailhändler Migros und Coop setzen den Entscheid um und korrigieren deshalb die Preise diverser Milchprodukte nach oben.

Vollmilch UHT (5 dl) beispielsweise kostet neu bei Coop 0,90 Franken statt wie bisher 0,85 Franken, der Preis für Vollrahm UHT (2,5 dl) steigt um 3,1 Prozent auf 1,65 Franken. Man habe zwischen Juli und September Bauern bereits einen um 3 Rappen höheren Milchpreis für konventionelle Eigenmarkenprodukte bezahlt – ohne die Verkaufspreise im Laden zu erhöhen, heisst es in der aktuellen Ausgabe der "Coopzeitung". Ab Oktober sei nun der BOM-Richtpreis mit demjenigen von Coop identisch, weshalb nun die Preise steigen würden. Man setze ein klares Zeichen zur Verbundenheit mit den Schweizer Bauern und bekenne sich zu einem fairen Milchpreis, schreibt Coop. Überdurchschnittlich steigen die Preise für Butter. Dies führt die Detailhändlerin auf die aktuelle Marktlage zurück.

Die Migros hat die Preiserhöhung bereits letzte Woche im "Migros Magazin" kommuniziert. Man habe bis jetzt bereits überdurchschnittliche Milchpreise bezahlt, betont der Detailhändler. Man wolle sich aber an die Vorgaben der BOM halten und setze deshalb die höheren Produzentenpreise um. Beispielsweise kostet M-Budget Vollmilch (2 l) neu 1,90 Franken statt 1,85 Franken. Der Preis für M-Budget Mascarpone (630 g) schlägt um 2,7 Prozent auf 3,85 Franken auf.

Die Preise für Milchprodukte steigen im Laden um 3 bis 5 Prozent.

News

07.06.2018 19:31

SR gegen Milchmengensteuerung

Vor fast zehn Jahren ist die Milchkontingentierung abgeschafft worden. Nach einstimmiger Auffassung des Ständerates sollen trotz Überproduktion und starkem Preisdruck keine neuen Regulierungen von Mengen und Preisen eingeführt werden.

Die kleine Kammer befasste sich am Mittwoch mit drei Vorstössen zum Milchmarkt. Es waren Standesinitiativen der Kantone Genf und Freiburg sowie eine Motion des Waadtländer Nationalrats Jacques Nicolet (SVP). Auf Empfehlung seiner Wirtschaftskommission (WAK) lehnte der Rat alle stillschweigend und oppositionslos ab.

 

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14.05.2018 17:34

Mehr Preistransparenz ist nötig

Vom Konsumentenfranken gelangt immer weniger zu den Bauernfamilien. Das hat auch mit der mangelnden Transparenz zu tun. Alt Nationalrat Josef Kunz fordert nun, dass der Produzentenpreis auf die Etikette kommt.

Verarbeiter und Händler schöpfen immer mehr vom Konsumentenfranken ab. Bei verarbeiteten Produkten kann es sein, dass gar nur wenige Prozente des Endverkaufspreises zum Bauern gelangen. So kosten 1,5 Liter Apfelschorle von Ramseier im Coop Fr. 2.60. Davon gehen lediglich 33,4 Rappen zum Obstproduzenten.

Beim 230-Milliliter-Becher vom Emmi-Milchmischgetränk Caffè Latte zum Verkaufspreis von Fr. 1.95 sind es nur 4,2 Rappen, die zum Milchproduzenten gelangen. Diese Zahlen errechnete und publizierte diese Zeitung bereits im Juli 2016.  

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20.10.2017 14:10

Bauern müssen mehr verdienen

Eine Arbeitsgruppe des Schweizer Bauernverbandes (SBV) hat sich mit der Agrarpolitik nach 2022 auseinandergesetzt. Zentrales Anliegen ist ein höheres Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern.

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